Hausmittel gegen Krampfadern



Krampfadern sind geschlängelte, erweiterte Venen, vor allem an den Beinen und hier meist im Bereich der Waden. Die Ursachen von Varizen (Krampfadern) sind vielfältigst. Müde, schwere und geschwollene Beine sind typische Begleiterscheinungen. Meist verschlimmern sich die Beschwerden in der Wärme und nach langem Stehen oder auch Sitzen.

Rauchen, hochhackige Schuhe, Bewegungsmangel, langes Sitzen, die Antibabypille und Übergewicht, all dies bedeutet Stress für die Venen. In Zeiten hormoneller Umstellung, wie während der Schwangerschaft und in den Wechseljahren, sind Frauen vor allem gefährdet, Krampfadern zu bekommen. Probleme mit den Venen sollten durch einen Spezialisten, einen Phlebologen, abgeklärt werden. Oft helfen einfache Hausmittel, vor allem dann, wenn damit rechtzeitig, schon im Anfangsstadium, begonnen wird.

Tipps für den Alltag

Bei Krampfadern sollten die Beine so oft wie möglich hochgelegt werden. Dabei ist zu beachten, dass die Füße höher liegen, als der Kopf. Wer dies etwas bequemer haben möchte, besorgt sich dafür ein spezielles Venenkissen. Das Ganze kann noch durch kühle Wadenwickel unterstützt werden.

Wer eine sitzende Tätigkeit ausübt, sollte immer wieder aufstehen, ein paar Minuten umherlaufen und dabei im Wechsel auf Zehenspitzen oder auf den Fersen gehen. Um den Blutfluss zu unterstützen, hilft im Sitzen das Bewegen der Füße. Lassen Sie die Füße Kreisen, strecken Sie die Zehenspitzen und ziehen sie diese anschließend heran. Regelmäßiges Spazierengehen, Fahrradfahren und Wandern wirkt ebenfalls präventiv, aber hilft auch, wenn bereits Krampfadern bestehen.

Das Übereinanderschlagen der Beine behindert den Blutfluss und ist deshalb ungesund. Auch sollten Waden mit Krampfadern niemals massiert werden. Ein sanftes Einreiben mit Franzbranntwein vor dem Schlafengehen bringt den Beinen Erholung über Nacht. Auch das tägliche Pflegen mit einer Lotion oder einer Tinktur, die Rosskastanie enthält, ist eine Wohltat. Dies kühlt, fördert die Durchblutung und wirkt abschwellend.

Zuviel Wärme ist ist bei Krampfadern kontraproduktiv. Der Gang in die Sauna, vor allem bei ausgeprägten Venenproblemen, sollte unbedingt vorher mit dem Arzt abgesprochen werden.

Wickel – Umschläge für die Waden

Die Beine hochlegen und dazu einen Wickel um die Waden – das nimmt die Schwere und die Schwellung. Als Hausmittel bei Krampfadern sind die anschließend aufgeführten Umschläge geeignet, wobei allerdings grundsätzlich darauf zu achten ist, dass die Beine währenddessen hoch gelagert werden, also stets höher als der Kopf.

Kühles Wasser

Ein Wickel mit kaltem Wasser ist schnell gemacht und trotzdem wirkungsvoll. Ein Küchenhandtuch wird in kühles Wasser getaucht, ausgewrungen und dann um die Wade gelegt und bleibt solang dort, wie der Wickel noch kühl ist. Dies kann bei Bedarf nochmals wiederholt werden.

Wickel mit ätherischen Ölen

Wirkungsvoll bei Krampfadern sind ätherische Öle, wie Wacholder, Zypresse, Lavendel, Zitrone, Schafgarbe und Lemongras. Diese können zusammen als Mischung oder aber auch einzeln angewandt werden. Eine Schüssel wird mit kühlem Wasser gefüllt. Von jedem gewünschtem Öl wird ein Tropfen in etwas Sahne gegeben und dies dann mit dem Wasser vermischt. Ein darin getränktes Baumwolltuch dient als Wickel, der circa dreißig Minuten auf der Haut aufgebracht wird. Dies kann täglich bis zu zweimal durchgeführt werden.




Quarkumschlag

Der bekannte Quarkumschlag ist ein uraltes Hausmittel, das auch bei Krampfadern recht hilfreich ist. Der Quark kühlt und lindert die Schwellung. Er wird in die Mitte eines Geschirrtuchs aufgetragen, die beiden anderen Seiten eingeschlagen und der Wickel dann mit der dünnen Seite nach unten um die Wade gelegt. Dort bleibt der Wickel solange, bis er keine Kälte mehr abgibt.

Wickel mit Retterspitz

Retterspitz ist ein altes Mittel, das jedoch wieder modern geworden ist, da seine Inhaltsstoffe äußerst wirkungsvoll und bei den verschiedensten Problemen hilfreich sind. Dazu gehören unter Anderem Schwellungen, Zerrungen, Fieber, Schmerzen und auch Krampfadern. 25 Milliliter Retterspitz werden mit 25 Milliliter kühlem Wasser vermengt und damit wird ein Baumwolltuch getränkt, das dann als Umschlag dient. Dieser verbleibt bis zu einer Stunde auf dem/n betroffenen Bein/en.

Umschlag mit Calendulaessenz

Calendulaessenz (Calendula = Ringelblume) wird mit Wasser im Verhältnis 1:5 vermischt. Das darin getränkte Tuch wird um die Wade(n) gelegt. Die Ringelblume hat eine heilende und abschwellende Wirkung.




Umschlag mit Ringelblumentee

Aus einem Esslöffel Ringelblumen wird mit einem halben Liter Wasser ein Tee hergestellt, der mindestens zehn Minuten ziehen soll. Ist dieser abgekühlt, kommt er in den Kühlschrank und wird – sobald kalt genug – für einen Wickel verwendet.

Hilfe – nur durch Wasser

Wasser ist ein ganz einfaches Hausmittel bei Krampfadern. Richtig und täglich durchgeführt, kann dies präventiv helfen, aber auch bei bestehenden Problemen Linderung verschaffen. Bei stärkeren Beschwerden und/oder bei massiven Krampfadern sollten die Wasseranwendungen vorher mit dem Arzt abgesprochen werden. Nach den Güssen sind eventuell dicke Socken nötig.

Der Knieguss

Beim Knieguss bleibt der Oberkörper bekleidet. Am rechten Fuß außen beginnend wird der warme Wasserstrahl an der Wade entlang nach oben, um das Knie herum und dann nach unten bis zum Fuß geführt. Danach ist das linke Bein dran. Anschließend wird das Ganze mit kaltem Wasser durchgeführt. Je kälter das Wasser ist, desto schneller wird abgeduscht. Der gesamte Vorgang kann mehrmals wiederholt werden.

Schenkelguss

Der Schenkelguss ist eine Steigerung der Knieguss Variante. Hier ist der Oberkörper ebenso bekleidet, nur endet der Wasserstrahl nicht am Knie, sondern an der Hüfte. Ansonsten ist die Vorgehensweise dieselbe.

Wechselduschen

Wechselduschen härten ab, stimulieren das Immunsystem und stärken die Venen. So ist dies auch eine gute Möglichkeit, täglich etwas für die überlasteten Gefäße zu tun. Bei den Wechselduschen ist zu beachten, dass stets mit dem rechten Arm begonnen wird.

Kneipp´sches Wassertreten

Das Kneipp´sche Wassertreten ist durchaus zuhause durchführbar. Doch zuerst sollte der Körper durch oben genannte Güsse an das kalte Wasser gewöhnt sein. Für das Wassertreten wird die Badewanne in Wadenhöhe mit kaltem Wasser gefüllt. Wichtig ist, dass sich in der Wanne eine rutschhemmende Unterlage befindet. Dann kann mit dem „wandern“ auf und ab begonnen werden. Bei jedem Schritt wird dabei der Fuß komplett aus dem Wasser gezogen.

Hilfe – von innen heraus

Krampfadern nur durch von außen aufgebrachte Hausmittel zu behandeln, wäre zu wenig. Der Körper sollte auch von innen heraus mit den geeigneten Mitteln unterstützt werden. Hier bieten die anschließend aufgeführten Teemischungen einen guten Ansatz. Allerdings sollte Schwangere und Stillende bei allen genannten Teesorten vorher unbedingt ein Arzt oder Therapeut zu der Anwendung befragen.

Buchweizentee

Buchweizenkraut dient zur Arteriosklerose-Prophylaxe, ist entzündungshemmend und wirkt sich positiv auf die Gefäße aus, was bei Krampfadern sehr wichtig ist. Zwei Teelöffel des Buchweizenkrautes werden mit einem viertel Liter Wasser erwärmt und für eine Minute zum Kochen gebracht. Danach sollte der Tee noch zehn Minuten zugedeckt ziehen, bevor er abgeseiht wird. Eine Teekur über einen Zeitraum von 6 Wochen, mit zwei Tassen täglich, stärkt die Venen. Vorsicht: Der Inhaltsstoff Fagopyrin kann die Haut lichtempfindlich machen.

Teemischung: Steinklee, Schafgarbe, Zaubernuss

Steinklee wirkt sich positiv auf die Lymphe aus, verbessert die Fließeigenschaften des Blutes und hilft bei schweren Beinen. Die Schafgarbe wird nicht nur bei Menstruationsbeschwerden verwendet, sondern ist auch Gefäß tonisierend und wirkt bei Durchfall. Die Zaubernuss, auch Hamamelis genannt, ist entzündungshemmend, adstringierend und wird häufig auch bei Hämorrhoiden angewandt.

Die genannten Teedrogen werden zu gleichen Teilen gemischt. Ein Teelöffel davon wird mit 250 Millilitern kochendem Wasser aufgegossen und zieht circa fünf bis sechs Minuten lang. Von dem Tee werden drei Tassen am Tag getrunken und dies am besten über einen Zeitraum von sechs Wochen, jedoch auf keinen Fall länger.

Lapacho Tee

Der Lapacho Tee, aus der Rinde des Lapacho Baumes hergestellt, ist ein Hausmittel der Neuzeit geworden. Diesem Tee werden vielfältigste positive Wirkeigenschaften nachgesagt. So soll Lapacho Tee auch bei Krampfadern beziehungsweise deren Prävention seine Wirkung zeigen.

Ackerschachtelhalm

Ackerschachtelhalm wirkt spasmolytisch, senkt einen zu hohen Harnsäurespiegel und kräftig das Bindegewebe. Letzteres ist vor allem wichtig bei Venenproblemen, da die Entstehung von Krampfadern meist auch mit einer Bindegewebsschwächezusammenhängt. Zwei Teelöffel voll des zerkleinerten Krauts werden mit zwei Tassen (je 250 ml) kochendem Wasser übergossen und sollen dann circa fünf Minuten weiter kochen. Das Ganze zieht anschließend noch zehn Minuten bevor der Tee abgeseiht wird. Zwei bis drei Tassen davon sind die Tagesdosis.

Das Bindegewebe stärken

Bei Krampfadern sollte stets das Bindegewebe gestärkt werden. Silizium, ein Spurenelement, das in Kieselsäure enthalten ist, kann dabei helfen. Kieselsäure ist enthalten in Getreide, Obst und Gemüse, vor allem in Hirse und in Bananen. Wer noch etwas mehr tun möchte, besorgt sich Braunhirse im Reformhaus, die einfach übers Müsli oder den Quark gestreut wird. Eine weitere Möglichkeit ist Kieselsäuregel, ebenfalls im Reformhaus erhältlich. Dies kann der Körper durch die Gelform besonders gut aufnehmen.

Eine gesunde Ernährung

Für gesunde Venen und Venenklappen ist das Vitamin C sehr wichtig. Dies ist vor allem enthalten in Hagebutten, Sanddorn, schwarzen Johannisbeeren, Stachelbeeren, Petersilie, Grünkohl, Paprika und Rosenkohl. Wichtig ist auch eine ballaststoffreiche Nahrung, da diese einer übermäßigen Blutgerinnung vorbeugt. Zusätzlich ist auf eine zuckerfreie und fettarme Kost zu achten. Wichtig ist auch eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr, am besten in Form von stillem Wasser.

Richtige Kleidung

Bei Krampfadern sollte auf „richtige“ Kleidung geachtet werden. Dazu gehört bequemes Schuhwerk. Hohe Absätze sind nicht geeignet. Die Kleidung sollte auf keinen Fall einengend sein. Bei längerem Sitzen, zum Beispiel im Zug oder Flugzeug, sind Stützstrümpfe empfehlenswert.

Millionen Menschen haben sie, gefallen tun sie keinem: Krampfadern. Was sich da wie blaue Schlangen um Waden und Knöchel windet sieht nicht nur hässlich aus – es ist auch gefährlich. Bis hin zu sehr schmerzhaften Unterschenkelgeschwüren und zu lebensbedrohenden Thrombosen. Sie müssen also Ihre Krampfadern sehr sorgfältig beobachten und rechtzeitig einen Arzt hinzuziehen. Nach einem langen Tag auf den Beinen mit langen Stehzeiten können Krampfadern zu schmerzenden Beinen führen. Das gestaute Blut bleib nicht in den Venen, sondern es tritt als Gewebewasser in das umliegende Gewebe – ein Ödem bildet sich. Da durch das gestaute Blut die Muskeln nicht mehr ausreichend versorgt werden, kann es nachts zu den gefürchteten Wadenkrämpfen kommen. Hausmittel können dieses Problem zwar nicht heilen, aber sie können es verhindern oder es es zumindest erträglich machen.





18 Hausmittel gegen Krampfadern

  1. Tragen Sie Stützstrümpfe, vor allem bei längeren Reisen ohne Bewegungsmöglichkeiten (Flugzeug, Bahn, Auto).
  2. Legen Sie Ihre Beine hoch, wann immer es geht. Nach Möglichkeit so, das die Kniebeuge gestützt wird. Wenn Sie Krampfadern haben, dann sollten Sie das auch im Büro tun wenn es geht. Erklären Sie Ihren Kollegen und dem Chef, warum das für Sie nötig ist.
  3. Jeder Sport der über die Beine ausgeübt wird, ist gut: Radfahren, wandern, laufen.
  4. Treten Sie einmal am Tag zehn Minuten lang kaltes Wasser.
  5. Trinken Sie regelmäßig schwarzen Holundersaft.
  6. Reiben Sie vor dem Schlafengehen Ihre Beine mit Franzbranntwein ein und legen Sie sie für zehn Minuten hoch.
  7. Legen Sie sich auf den Rücken, Beine hochstrecken, Hände in die Hüften stützen, 60 Sekunden lang in der Luft Radfahr-Bewegungen machen. Oder: Auf den Rücken legen, Beine hochstrecken und nun die Füße nach innen kreisen lassen.
  8. Niemals mit übereinander geschlagenen Beinen dasitzen. So oft wie möglich barfuß laufen.
  9. Traubensaft oder eine Traubenkur kann die Venen stärken und daher Krampfadern sowie einer Venen-Schwäche vorbeugen. Das kann man übrigens auch mit Präparaten aus Weinlaub. Für die Beine ist auch wichtig, das Trauben die Durchblutung fördern.
  10. Reiben Sie Ihre Beine regelmäßig mit Propolissalbe (Bienenharz) ein.
  11. Sammeln Sie Kastanien, zerkleinern Sie die Früchte und füllen Sie damit eine Flasche zur Hälfte. Darüber gießen Sie 96%igen Alkohol (Apotheke) und lassen das ganze drei bis vier Wochen an einem sonnigen Platz stehen. Dann können Sie mit dem Inhalt Ihre betroffenen Körperstellen regelmäßig einreiben.
  12. Füllen Sie kalten Quark in ein Leinensäckchen, legen dieses auf die Krampfadern und decken Sie die mit einem Tuch ab. Die Beine hochlegen und den Quark ca. 30 Minuten einwirken lassen.
  13. Bauen Sie Ihr Übergewicht ab.
  14. Wenn Sie unter Krampfadern leiden, dann müssen Sie viel trinken, Wasser oder Kräutertees. Das Blut wird verdünnt, es kann besser fließen.
  15. Stellen Sie Ihre Dusche auf starken Strahl und spülen Sie die Beine bei einer Wassertemperatur von ca, 16 bis 18 Grad von oben nach unten ab.
  16. Einreibungen mit einer Majoransalbe, regelmäßig über einen längeren Zeitraum hinweg.
  17. Von Krampfadern befallene Beien sollten Sie besser nicht massieren. Auch Saunagänge sind kontraproduktiv.
  18. Zerstampfen Sie eine rohe Gurke zu Brei, füllen diesen in Socken, die Sie anziehen und über Nacht im Bett anbehalten.



Krampfadern vorbeugen

  • Liegt eine genetische Veranlagung vor, ist es nicht immer möglich, der Entstehung von Krampfadern mit Sicherheit vorzubeugen. Durch bestimmte Vorsichtsmaßnahmen lässt sich das Risiko allerdings deutlich senken:
  • Bewegen Sie sich regelmäßig: Besonders Ausdauersportarten wie Laufen, Schwimmen oder Radfahren sind geeignet, um Krampfadern vorzubeugen. Sportarten wie Tennis oder Badminton sowie Kraftsport sind bei einer bereits bestehenden Venenschwäche allerdings weniger empfehlenswert.
  • Achten Sie auf Ihr Gewicht: Durch Übergewicht kann die Entstehung von Krampfadern begünstigt werden.
  • Gehen Sie Kneippen: Eine Runde durch ein kaltes Kneippbecken zu waten, kann wahre Wunder bewirken. Ansonsten tun es auch kalte Unterschenkel- und Kniegüsse oder eine Wechseldusche.
  • Venengymnastik hilft: Stärken Sie Ihre Venen durch gezielte Gymnastikübungen.
  • Wenig stehen: Langes Stehen oder Sitzen wirkt sich ungünstig auf die Beinvenen aus. Gleiches gilt für das Tragen von enger Kleidung und hohen Schuhen.
  • Beine hochlagern: Durch das Hochlagern der Beine kann das Blut leichter abfließen und einem Blutstau in den Venen wird vorgebeugt.
  • Große Hitze meiden: Bei Hitze erweitern sich die Gefäße und der Blutfluss wird langsamer. Dadurch kann die Entstehung von Krampfadern begünstigt werden.
  • Diese Verhaltensweisen helfen Ihnen nicht nur, der Entstehung von Krampfadern vorzubeugen, sondern sie sind auch dann empfehlenswert, wenn bereits Krampfadern entfernt wurden.
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